Schirm

„Validierung bezeichnet ein Verfahren, mittels dessen die Kompetenzen einer Person nachgewiesen werden, und dadurch sichtbar und vergleichbar gemacht werden. Es kann Schritte der Identifikation, der Dokumentation, der Bewertung und der Zertifizierung von Kompetenzen umfassen.“ (vgl. Amtsblatt C 398 vom 20.12.2012 der Europäischen Union zur Validierung nicht-formalen und informellen Lernens)

Derzeit wird in Österreich auf Grundlage der Empfehlung des Europäischen Rates vom 20. Dezember 2012 zur Validierung nicht-formalen und informellen Lernens an der Entwicklung einer nationalen Strategie für die Validierung nicht-formalen und informellen Lernens gearbeitet. Den Mitgliedsstaaten wird in der Empfehlung empfohlen, bis zum Jahr 2018 nationale Regelungen für die Validierung nicht-formal und informell erworbener Kompetenzen einzurichten.

Übergeordnetes Ziel ist es, nicht-formal und informell erworbene Kompetenzen zu erfassen und sichtbar zu machen. Dadurch sollen all jenen Menschen, die Kompetenzen außerhalb des formalen Qualifikationssystems erworben haben, verbesserte Chancen in Bildung und Beruf eröffnet werden.

Validierung und NQR*

In der weiteren Umsetzung des NQR sollen sowohl Qualifikationen der formalen Bildung, als auch Qualifikationen, die außerhalb des formalen Qualifikationssystems erworben werden (z.B.in beruflicher Weiterbildung, Erwachsenenbildung), einem der acht Niveaus zugeordnet werden können. Langfristig sollen alle Qualifikationen, die im NQR abgebildet sind, auch auf dem Wege der Validierung erworben werden können. Inhaltliches Bindeglied zwischen NQR und Validierung ist die Lernergebnisorientierung.

 

*Vgl.: Konsultationsdokument Validierung nicht-formalen und informellen Lernens Entwicklung einer nationalen Strategie zur Umsetzung der Ratsempfehlung vom 20.12.2012 (2012/C 398/01)