Schirm

Die Entwicklung einer nationalen Strategie zur Validierung des nicht-formalen und informellen Lernens (NFIL) in Österreich basiert auf der Empfehlung des Rates vom 20. Dezember 2012 zur Validierung nicht-formalen und informellen Lernens (2012/C 398/01).

Diese fordert die EU-Mitgliedstaaten unter Achtung des Subsidiaritätsprinzips dazu auf, bis zum Jahr 2018 national koordinierte Ansätze für die Validierung von auf nicht-formalem und informellem Wege erworbenen Kompetenzen einzurichten und dadurch Möglichkeiten des "nicht-traditionellen" Erwerbs von Qualifikationen und Qualifikationsteilen zu schaffen und systemisch zu verankern.

National bildet die Strategie zum Lebensbegleitenden Lernen in Österreich (2011) eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung einer österreichischen Validierungsstrategie. Ein im Jahr 2015 durchgeführter, breit angelegter Konsultationsprozess basierte auf dem nationalen Konsultationsdokument "Validierung nicht-formalen und informellen Lernens" (BMBF, 2015) und holte Meinungen und Anregungen zahlreicher zentraler Stakeholder und Institutionen ein. Die Auswertung und Diskussion der Rückmeldungen aus dem Konsultationsprozess bilden die direkte Grundlage für die vorliegende Validierungsstrategie.

Validierung und NQR

In der weiteren Umsetzung des NQR sollen sowohl Qualifikationen der formalen Bildung, als auch Qualifikationen, die außerhalb des formalen Qualifikationssystems erworben werden (z.B.in beruflicher Weiterbildung, Erwachsenenbildung), einem der acht Niveaus zugeordnet werden können. Langfristig sollen alle Qualifikationen, die im NQR abgebildet sind, möglichst auch durch Validierung erworben werden können. Grundvoraussetzung dafür ist die lernergebnisbasierte Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Methoden und Verfahren der Validierung. Die Lernergebnisorientierung ist zentrales Konzept im NQR und ihre Umsetzung ist Grundvoraussetzung für ein funktionierendes, anerkanntes System der Validierung.